Dombauhütte | Glaswerkstatt

Der Kölner Dom birgt einen umfangreichen Bestand an historischen Glasmalereien, deren Entstehungszeit eine Spanne von über 700 Jahren umfasst. Besonders bedeutend sind die monumentalen Königsfenster des Domchores aus der Zeit um 1300, die sich als größter zusammenhängender Bildzyklus aus der europäischen Glasmalerei des Mittelalters erhalten haben. Weitere künstlerisch besonders herausragende Domfenster entstammen dem frühen 16. und dem mittleren 19. Jahrhundert.

Seit 1953 gibt es in der Kölner Dombauhütte eine Glasrestaurierungswerkstatt, deren Mitarbeiter – Glasmaler, Kunstglaser und Restauratoren – kontinuierlich mit der Erhaltung der zerbrechlichen Kunstwerke befasst sind. Zu den Konservierungsmaßnahmen zählt nicht nur die Arbeit an den Objekten selbst, sondern auch die Installation von Schutzverglasungen, mit denen Regen, Schwitzwasser und atmosphärische Schadstoffe von den Glasmalereien ferngehalten werden. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Rekonstruktion von kriegszerstörten Fenstern nach alten Vorlagen.

Über die praktischen Arbeiten hinaus ist die Glaswerkstatt auch an internationalen Forschungsprojekten zur Restaurierung und Konservierung historischer Glasmalereien beteiligt und steht in stetigem fachlichem Austausch mit Restaurierungswerkstätten des In- und Auslandes.

 

Glasmalerin bei der Arbeit

Szenen aus dem rekonstruierten Leben-Christi-Fenster