19. Mai 2010
Besucherinformationen

Alter DomFoto: Lengyel Toulouse Architekten, www.lengyeltoulouse.comIm Auftrag der Hohen Domkirche Köln und des Römisch-Germanischen Museums Köln hat das Architekturbüro »Lengyel Toulouse Architekten« Visualisierungen der verschiedenen Bauphasen des Kölner Domes und seiner Vorgängerbauten erstellt. Anlass war die Landesausstellung »Fundgeschichten. Archäologie in Nordrhein-Westfalen« die vom 19. März bis zum 14. November 2010 im Römisch-Germanischen Museum zu sehen ist. Das Projekt wurde vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW gefördert.

Kölner Dom um 1322Foto: Lengyel Toulouse Architekten, www.lengyeltoulouse.comEin Film, der die Baugeschichte des Domes anhand dieser Visualisierungen veranschaulicht, ist bereits auf der Ausstellung zu sehen. In vertonter Form wird dieser Film ab dem 20. Mai 2010 auch im öffentlichen Bereich der Ausgrabungen zwischen den Turmfundamenten des Kölner Domes zu sehen sein. Mit der Eröffnung des Eingangsgebäudes zur Turmbesteigung im vergangenen Jahr war hier erstmals ein kleiner Teil des Grabungsgeländes auch außerhalb von Führungen zugänglich gemacht worden. Auf einem Terminal wird hier zukünftig der neue Film in deutscher und englischer Sprache der Öffentlichkeit präsentiert. Eine leicht gekürzte Fassung des deutschen Films ist auch auf unserer Website zu sehen.
In äußerst ästhetischer und verständlicher Formensprache ist es den Architekten Catherine Toulouse und Prof. Dominik Lengyel gelungen, die komplexe Baugeschichte des Domes auf eine sehr anschauliche und für Laien nachvollziehbare Weise darzustellen.

Der Kölner Dom nach 1520Foto: Lengyel Toulous Architekten, www.lengyeltoulouse.comDie Geschichte des Kölner Domes geht bis in die Römerzeit zurück. Während das Aussehen des karolingischen Domes, des unmittelbaren Vorgängerbaues der heutigen gotischen Kathedrale, noch relativ gut zu erschließen ist, bleiben bei den früheren Bauten vielfach mehrere Deutungsmöglichkeiten der oft nur spärlichen archäologischen Befunde. Um zu verhindern, dass beim Betrachter der Eindruck entsteht, man könne das Aussehen dieser Bauten bis in das kleinste Detail rekonstruieren, wurde bewusst auf jeden Oberflächenrealismus verzichtet und eine abstrakte Darstellungsform gewählt, die den offenen Fragen Rechnung trägt.
Archäologisch begleitet wurde das Projekt von Dr. Sebastian Ristow, Archäologen und Bauhistorikern des Römisch-Germanischen Museums, der Universität Köln sowie der Kölner Dombauhütte. Dr. Ristow schrieb auch die erläuternden Texte.
Matthias Deml