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27. Januar 2010

Arbeiten im Kölner Dom

Der Kölner Dom aus ungewohnter Perspektive

An einem der großen Kapitelle vorbei geht der Blick nach Westen. Im Hintergrund sind die Schwalbennestorgel und das große Westfenster zu sehen.Bild vergrößernBlick vom neuen Gerüst ins Langhaus des DomesFoto: Dombauarchiv Köln, Matthias DemlIn den vergangenen Tagen haben die Gerüstbauer der Dombauhütte  auf der Südseite des Domchores im Obergaden (obere Fensterzone) ein neues Gerüst errichtet. Vor der Einhausung des Gerüstes mit dicken Plastikbahnen bot sich für kurze Zeit die einmalige Gelegenheit, den Kölner Dom einmal aus ungewohnter Perspektive wahrzunehmen.

Aus etwa 35 Metern Höhe wirkt das Mittelschiff des Chores fast wie eine Schlucht.Bild vergrößernBlick vom neuen Gerüst in den BinnenchorFoto: Dombauarchiv Köln, Matthias Deml

Der Bau des Gerüstes ist für den Einbau einer Außenschutzverglasung notwendig. Man hat vor wenigen Jahren damit begonnen, die wertvollen mittelalterlichen Scheiben der Chorobergadenfenster systematisch durch eine zweite, im Abstand von wenigen Zentimetern vorgesetzte Verglasung zu schützen. Diese hält künftig Regen und Kondenswasser von den historischen Fenstern fern und ist damit ein wesentlicher Garant für den Fortbestand des einmaligen Ensembles mittelalterlicher Glasmalerei im Kölner Dom.

Die Fenster des Chorobergadens sind um 1300 entstanden und zeigen insgesamt 48 Königsfiguren.Bild vergrößernFenster des ChorobergadensFoto: Dombauarchiv Köln, Matthias Deml

Die etwa 18 Meter hohen Fenster des Chorobergadens sind um 1300 entstanden. Sie zeigen einen Zyklus von 48 monumentalen Königsfiguren, die eine Darstellung der Anbetung des Christuskindes durch die Heiligen Drei Könige im zentralen Achsfenster flankieren. Über den in reich geschmückten Architekturtabernakeln stehenden Königen sind die Fenster mit hellen Ornamentmustern geschmückt, deren Schönheit sich erst richtig erschließt, wenn man ihnen direkt gegenübersteht. Auch kann man vor Ort viele Details entdecken, die sich dem Betrachter aus der gewohnten Perspektive entziehen, so zum Beispiel die kleinen Wasserspeier in den Baldachinen der Figuren.Vor den Fenstern stehend entdeckt man Details, die man von unten nicht einmal erahnt, wie zum Beispiel den kleinen Wasserspeier in einem der Baldachine über den Königsfiguren.Bild vergrößernDetail aus einem der ChorobergadenfensterFoto: Dombauarchiv Köln, Matthias Deml

Matthias Deml